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Hofstettenkapelle Auf einem durch Murgänge gebildeten Schuttfächer nördlich von Erstfeld steht die kleine Kapelle, die der schmerzreichen Muttergottes geweiht ist.

Sie wurde um gebaut und zog bald viele Gläubige an. In der Kapelle wurde auch die heilige Apollonia verehrt, die als Nothelferin gegen Zahnweh gilt.

Der Volksmund nannte die Kapelle deshalb bald auch liebevoll: Die kleine Kirche dürfte um erbaut worden sein. Sie war lange Zeit im Privatbesitz und ging um an die Pfarrei über.

Sie beherbergt im Innern zwei kostbare spätgotische Statuen von den beiden Heiligen Leonhard und Markus. Leonhard war Einsiedler und lebte im 6.

Er wurde als Patron der Säumer und Reisenden früher hoch verehrt. Vor einiger Zeit hat ihn der heilige Christophorus verdrängt, der als Schutzpatron der Autofahrerinnen und -fahrer gilt.

Das Äussere präsentiert sich als einfacher Kubus. Schlicht und einfach ist auch das Innere. Allein die Fenster sind es, die eine geradezu mystische Atmosphäre schaffen.

Die Glaubensgemeinschaft beruft sich auf das Urchristentum, auf die Zeit eben der Apostel. Sie ist darauf ausgerichtet, den Erlösungsplan Gottes zu verkünden und gläubige Menschen auf die verheissene Wiederkunft Christi vorzubereiten.

Die Neuapostolische Kirche ist klar gegliedert. Die Gemeinde Erstfeld gehört zum Bezirk Luzern. Heute bekennen sich weltweit rund 11 Millionen Menschen zum neuapostolischen Glauben.

Heute finden jeden Sonntag 9. Die architektonische Grundform der Kapelle weist auf die Gotik. Das erste Glöcklein stiftete das Kloster Engelberg — eine freundnachbarliche Geste, die nicht selbstverständlich ist, befanden sich doch Uri und das Kloster über Jahrhunderte im teilweise heftigen Streit wegen der Besitzverhältnisse der Alpen jenseits der Surenen.

Bauernheilige Die beiden Heiligen Antonius und Wendelin zählen zu den beliebtesten Heiligen der bäuerlichen Bevölkerung. Noch heute wird der Betruf jeden Abend auf den Urner Alpen gesungen.

Landeskirche repräsentiert, besticht durch ihre feingliedrige, in die Umgebung hinein gebettete Bauart.

Der schmucke Sakralbau wurde am Mai mit der Einweihungsfeier fertig gestellt. Der Aufzug der vier Glocken erfolgte Der Innenraum, der im Jahr renoviert wurde, erfreut sich einer ausgezeichneten Akustik.

Entsprechend wurde in eine neue Orgel investiert. Das Innere der Kirche ist von ergreifender, auf das Wesentliche konzentrierter.

Das leere Kreuz über der Kanzel steht im Mittelpunkt. Rechts und links zeigen zwei Kabinettscheiben von Christoph Stooss biblische Motive. Die Hörer sind in den Bankreihen auf das Wort Gottes ausgerichtet.

Neben der Kanzel steht der Taufstein. Über dem Kreuz findet sich das biblische Motto: Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes. Auf der Orgelseite finden sich die Symbole der vier Evangelisten: Mensch, Löwe, Stier und Adler.

Die Holzdecke ist durch eine vielfältige Symbolik geschmückt. Die Aussenfassade wurde im Jahr renoviert. Das äussere Gesamtareal mit Kirche, Pfarrhaus und Kirchgemeindehaus eingeweiht darf, zusammen mit dem prächtigen Garten, als Bijou bezeichnet werden.

Evangelisch-reformierte Kapelle Göschenen Die vierte Ev. Kirche des Kantons Uri wurde am Sie wird noch heute von Hand geläutet.

Jesus Christus als König, Hirte und Priester. In den Balken über der Eingangstür sind Zwingli-Worte eingeschnitzt: Der Herr beschirmpt sin Kirchen.

Der neugotische Sakralbau weist in seiner architektonischen Konzeption auf das Heilshandeln des dreieinigen Gottes in der Vergangenheit, der Gegenwart und Zukunft hin.

Friede sei mit euch! Lukas 24,36 , Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Offenbarung 2,10 , Die Liebe hört nimmer auf 1.

Evangelisch-reformierte Talkirche Ursern Die am Die Umfassungsmauer aus Bruchstein stammt aus dem Jahre Nach Aussenund Innenrenovationen und wurde der Turm saniert und der Wetterhahn neu vergoldet.

Georg und Nikolaus aus dem Jahrhundert mit ihrem spitz aufragenden Turmhelm. Doch am Ende des Jahrhunderts veränderte sich das Dorfbild durch den Bau der Eisenbahn wesentlich.

Hinzu kam, dass die alte Kirche zu klein geworden war und die Gottesdienste durch den zunehmenden Lärm von Strasse und Bahn immer mehr gestört wurden.

Auf einer Anhöhe gelegen, präsentiert sich die Kirche als wehrhafte Gottesburg. Sie verbindet gleichzeitig die alten und neuen Dorfteile aufs Vortrefflichste miteinander.

Als die Kirche eingeweiht wurde, galt sie als Vorzeigeobjekt moderner, zukunftsweisender Architektur. Die Flüeler Kirche ist in der Schweiz einige der wenigen Kirchen aus der Zeit des Jugendstils, die in ihrer Gesamtausstattung bis ins kleinste Detail vollständig und unverändert erhalten geblieben ist.

Nach längerem Hin und Her über den idealen Standort beschloss man , die neue Dorfkirche auf dem oberen Grundbühl zu errichten.

Doch das Projekt vermochte nicht vollends zu überzeugen. Die Baukommission schrieb einen Wettbewerb aus, den schliesslich der aus Uri stammende Paul Siegwart für sich entschied.

Im August erfolgte die Grundsteinlegung, und bereits Ende Jahr konnte der Firstbaum erstellt werden. Georg und Nikolaus Doch für einen Abbruch fehlte das Geld.

Und schon bald wurde die Kirche für weltliche Dinge genutzt. Im Ersten Weltkrieg diente sie dem Militär dazu, hier zur Beschäftigung der deutschen Internierten eine Bürstenfabrik einzurichten.

Später diente der leerstehende Raum einzelnen Dorfvereinen für die unterschiedlichsten Zwecke. Während des Zweiten Weltkriegs wurden hier Truppen einquartiert.

Und später fanden in der leeren Kirche sehr häufig politische und andere Versammlungen statt. Gleichzeitig konnten viele Flüelerinnen und Flüeler die alte Kirche nicht mehr wegdenken.

Vor allem der in Flüelen wohnhafte Urner Maler und Dichter Heinrich Danioth vermochte immer mehr Leute für den endgültigen Erhalt und eine Renovation der alten Dorfkirche zu begeistern.

Zwar war man sich mehr oder weniger einig, dass man zumindest den Turm mit Rücksicht auf das Landschaftsbild erhalten müsse.

Doch ordnete der Diözesanbischof den Abbruch des Kirchenschiffs an. Er befürchtete, dass der Weiterbestand die Seelsorge gefährde.

Auch war ihm — und wohl auch anderen — ein Dorn im Auge, dass die Kirche für weltliche Zwecke genutzt werden sollte. Kaum war die neue Kirche eingeweiht, wurde die alte entweiht und für den Abbruch frei gegeben.

Auf der anderen Seite wurde auch der Ruf nach einem Abbruch immer lauter: Der jämmerliche Zustand der Kirche wurde immer mehr zum Ärgernis, und auch für die geplante Umfahrungsstrasse bildete die Kirche ein Hindernis.

Doch die Anhänger des eigentlichen Wahrzeichens von Flüelen liessen sich nicht unterkriegen. Sie gründeten am Im Oktober beschloss die Einwohnergemeinde, die Kirche zu unterhalten und unter den Schutz der Eidgenossenschaft stellen zu lassen.

Der Kirchenraum wird heute für kulturelle Anlässe genutzt. Sie wird erstmals erwähnt. Der querrechteckige Holzbau mit der offenen Eingangsseite und einer umlaufenden Bank gleicht eher einer Schirmhütte als einer Kapelle.

Sie stammt aus dem Jahrhundert und erlebte im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Übermalungen. Im Frühsommer wurde die ZeissigKapelle renoviert.

Sie erhielt ein neues Dach und neue Bänke. Heftig umstritten war die Frage, wo die Kirche zu stehen kommen soll.

Während die einen die neue Kirche neben dem Friedhof bauen wollten, sahen andere wiederum als idealen Standort die alte Kirche oder einen Platz auf der Rösslimatte.

Im März beschloss die Gemeindeversammlung schliesslich den heutigen Standort — im Schnittpunkt des Tals. Während der Bauarbeiten des damals längsten Eisenbahntunnels zählte das verträumte Bergdorf zeitweise über Einwohnerinnen und Einwohner — 25 Mal mehr als zuvor.

Erstaunlich, dass es nicht zu grösseren Spannungen zwischen den Fremdarbeitern und der einheimischen Bevölkerung gekommen war. Kurz darauf wurde mit dem Bau der dreischiffigen Kirche im romanisierenden Stil begonnen.

Die Pläne stammten vom St. Sie wird bereits urkundlich erwähnt. Die Kirche dürfte aber älter sein und könnte auf die Urbanisierung des oberen Reusstals durch die Wettinger Zisterzienser zurückgehen.

Nachdem die neue Dorfkirche eingeweiht worden war, wurde das Gotteshaus profaniert. Seither wird sie für Ausstellungen und kulturelle Anlässe genutzt.

Bestimmt nicht von ungefähr wurde dieser Heilige als Schutzpatron gewählt. In unmittelbarer Nähe donnern auch heute noch die mächtigsten Lawinen zu Tale.

Die erste Kapelle wurde erbaut und durch eine grössere ersetzt. Kapelle zur schmerzhaften Mutter, Göscheneralp wird erstmals für die Göscheneralp eine Kapelle nachgewiesen.

Die heutige Kapelle im Gwüest wurde vom Kraftwerk Göschenen errichtet. Im Chor befindet sich der wertvolle Barockaltar von Jakob Ritz aus dem Jahr , der einst in der Dorfkapelle Göschenen und später in der ehemaligen Göscheneralp-Kapelle stand.

Von grossem historischem und künstlerischem Wert sind die beiden links und rechts vom Chorbogen aufgestellten gotischen Figuren.

Besonders bemerkenswert ist die Darstellung des Jüngsten Gerichts an der Rückwand. Bereits wurde die Kapelle erweitert. Gut zweihundert Jahre später, , wurde mit dem Neubau der dritten Kirche begonnen.

Die ganze Bevölkerung half mit: Männer trugen Steine herbei, und die Frauen schleppten mühsam den nötigen Sand in Rückenkörben von der Reuss herauf.

Bereits ist er als Maler in Uri nachzuweisen. Er hinterliess ein umfangreiches Werk: Hunderte von Zeichnungen und Aquarellen, die zum grossen Teil die urnerischen Landschaften und Dörfer der damaligen Zeit festhalten, zeugen von seiner immensen Schaffenskraft.

Bemerkenswert ist die gedrungene Form des Turms. Betritt man die Kirche, überkommt einen eine eigentümliche Ruhe. Der Raum besticht durch die in sparsamen Barock gestaltete Innenausstattung.

Der Blick wendet sich sogleich zu den drei prachtvollen Altären, die höchst wahrscheinlich ein Werk des Urner Altarbauers und Bildhauers Lukas Regli sind.

Eine Eigenart ist auch die malerische Ausschmückung der Kirche. Auf dem linken Seitenaltar ist der Tod des heiligen Josef und auf dem rechten Seitenaltar die Kreuzigung Jesu dargestellt.

Das Gemälde wurde Ende des Nun wurde der Wunsch der Bevölkerung von Gurtnellen-Wiler immer grösser, eine eigene Pfarrkirche zu besitzen. Eine Besonderheit hat die Pfarrkirche St.

Josef der notgedrungenen Sparsamkeit zu verdanken: Ihr Geläut ist nicht aus Bronze, sondern aus Stahl. Mit ihrem hellen, stählernen Ton heben sich die Glocken von Gurtnellen-Wiler deshalb aus dem dumpfen, ehernen Chor ihrer Nachbarn hervor.

Einiges zu reden gab der Standort der Kirche. Schliesslich einigte man sich auf ein Grundstück in der Nähe der Reuss — einem Ort, wo man sich von der Wilerplanggen-Lawine sicher fühlte.

Die Kirche besticht durch ihre schlichte Architektur. Die drei neugotischen Altäre sind Ausdruck der damaligen vorherrschenden Kunstauffassung. Einzigartig in Uri ist der beim Hochaltar angebrachte Baldachin.

Bei den Unwettern wurde der Kirchenbezirk arg in Mitleidenschaft gezogen. Anna Gleich neben der Gotthardstrasse befindet sich die St.

Sie ist wohl die eingenwilligste und bekannteste Wegkapelle, die in früheren Zeiten zahlreich den Fussweg über den GottMarkant bei der St.

Beim Bau der Fahrstrasse wurden ihre beiden Dachträgerpfosten um gut einen Meter zurückversetzt. Die Unterseite des breiten Vordachs ist mit hübschen Blumen- und Früchtemotiven bemalt.

Sie boten den Reisenden in doppeltem Sinn Schutz. Zum einen gewährten sie mit ihren Vorzeichen, unter denen der Saumweg — wie bei der St.

Hier konnte er sich ausruhen, hier erwartete ihn an schwülen Sommertagen ein schattiges Plätzchen, und hier fand er auch bei starkem Regen oder Schneegestöber einen trockenen Unterstand.

Zum anderen markierten die Kapellen jene Bezirke, in denen die an allen Ecken und Enden lauernden Gefahren und Bedrohungen gebannt waren.

So weit der Klang des Glöckleins einer Kapelle schallte, reichte der Schutz. Dann folgte der nächste Rayon, den man mit einer Kapelle wiederum einem oder gar mehreren Heiligen anvertraut hatte.

So reihte sich auf dem Weg auf die Passhöhe eine Kapelle an die andere. Selbst in den abgeschiedensten Gegenden, wie etwa im Felli- oder Isental, baute man Kapellen, um so den Schutz eines Heiligen zu erbitten.

Wo das Geld fehlte oder der Bau einer Kapelle dann doch zu mühselig erschien, behalf man sich gerne mit einem einfachen Holzkreuz oder einem Bildstöcklein.

Die heutige Kapelle wurde neu gebaut und restauriert. Steibenwaldkapelle Hoch auf einer einsamen Felskanzel und umrahmt von hochstämmigen Föhren befindet sich die Steibenkapelle.

Hier stand früher eine alte Föhre mit einem Muttergottesbild. Als der Baum zu dürren begann, errichteten die Gläubigen um den Föhrenstock herum die Kapelle.

Er bildet noch heute den Altar und beherbergt das Muttergottesbild. Die Wallfahrtskapelle wurde zum Schutz gegen die Wilerplanggen-Lawine errichtet. Mit ihrem schützenden Vordach lädt sie die Älpler und die Bergwanderer zum Verweilen ein.

Bei den Einheimischen wird die Kapelle auch Waldbruder-Kapelle genannt. Einst soll hier ein Waldbruder gehaust haben.

Fraglich ist allerdings, ob die Errichtung der Kapelle tatsächlich mit der nachgewiesenen Einsiedelei in Zusammenhang steht.

Ihren Namen bekam sie von einem Holztafelgemälde, das Maria mit dem Kind darstellte. Nach dem Strassenbau wurde die jetzige schlichte Wegkapelle errichtet.

Sie musste der neuen Strasse weichen. An ihrer Stelle wurde östlich der Strasse die heutige Kapelle gebaut. Leider wurde von der Innenausstattung des alten Gotteshauses beinahe nichts übernommen.

Von bis erbauten die Hospentaler eine neue Kirche. Die Arbeiten leitete der einheimische Baumeister Bartholomäus Schmid. Typisch für seinen Baustil ist die Fassadengestaltung mit Pilastern und Blendbogen.

Wer das Innere der Kirche betritt, ist über die überaus festliche Ausstattung überrascht. Zunächst staunt man über die eleganten Stuckaturen.

Nicht — wie vielfach üblich — Gemälde, sondern grossflächige Reliefbilder schmücken die Decke. Sie sind von höchster Qualität und zeigen Stationen aus dem Leben der Muttergottes.

Überaus prachtvoll präsentiert sich auch der Hochaltar aus der Werkstatt der bekannten Altarbauer- und Bildschnitzerfamilie Ritz. Bei schlechtem Wetter findet die Versammlung im Innern der Kirche statt.

Die Geschichte der Korporation Ursern geht bis ins Jahr zurück. Heute obliegen ihr die Verwaltung und Pflege des umfangreichen Grundbesitzes — vornehmlich der Alpweiden und Wälder.

Sie ist auch im Besitz des Kraftwerks Ursern. Bemerkenswert ist auch die Konstruktion der Empore und der schlanken, hoch gerichteten Orgel.

Sie verleihen der Kirche eine gewisse Leichtigkeit und Verspieltheit. Er hat mit seinen Bauten der Talschaft Ursern einen unverwechselbaren Stempel aufgedrückt.

Seine Hand lässt sich vor allem an den Fassaden der Gebäude ablesen. Er umzieht die Baukörper sehr oft mit hohen, schlanken, toskanischen Pilastern.

Sie sind mit grossen rundbogigen Blendarkaden verbunden, die der Fläche eine spannungsreiche plastische Note verleihen. Kapelle und Pfrundhaus St.

Sie zählt zu den reizvollsten Barockbauten des ganzen Kantons Uri. In dieser Zeit wurde auch die Bruderschaft der Offizianten der unbefleckten Empfängnis Mariens — die Offizibruderschaft — gegründet.

Sie nimmt bis heute verschiedene Pflichten im kirchlichen und sozialen Leben der Gemeinde wahr und verwaltet die von Bartholomäus Schmid gegründete Pfrund zu St.

Reich sind die Stuckaturen, die um übermalt und vergoldet wurden. In der Mitte thront der Kirchenpatron, der heilige Karl Borromäus.

Dominiert wird die kleine Siedlung von dem Walserhaus und der Kapelle. Wegen der zu Tale donnernden Lawinen ist sie gegen den Hang gestellt und der Chor nicht wie üblich nach Osten, sondern nach Süden gerichtet.

Erbaut wurde die Kapelle, wie auf dem Bogen über dem Eingang zu lesen, Nun kam ein nicht mehr benötigter Seitenaltar aus der Pfarrkirche Andermatt in das Gotteshaus.

Besonders bemerkenswert sind die um die Figurennische des heiligen Nikolaus angebrachten Hinterglasmedaillons. Sie erhebt sich auf einem künstlich errichteten kleinen Hügel am unteren Eingang des Dorfs.

Sie ist die vierte Dorfkirche, die die Isenthaler im Laufe der Jahrhunderte errichtet haben. Dabei erhielt sie auch einen neuen Boden und eine neue Orgel.

Dabei liess man sich sehr stark vom Zeitgeschmack leiten. Eine kunstgerechte Rückführung der Kirche in den ursprünglichen Zustand erfolgte dann jedoch wieder bis , indem man die Kirche erneut einer Gesamtrenovation unterzog.

In den folgenden Jahrzehnten wurde die Kirche immer wieder erneuert und erweitert. Sein Kern stammt aus dem Jahrhundert und ist das mit Abstand älteste, voll erhaltene Bauwerk des Dorfes.

Jahrhundert wurde in der Rückfront das Bischofszimmer und im frühen Jahrhundert ein Schulraum angebaut.

Das ehemalige Schulzimmer ist mit seiner einzigartigen Vertäfelung ein regelrechter Prunkraum. Auch das Bischofszimmer ist für damalige Verhältnisse reich ausgestattet.

Einen aussergewöhnlichen Luxus stellte sicher der Einbau einer Toilette dar — ein Komfort, den sich sonst nur die Bauherren von Palästen leisten konnten.

Auf der Südseite neben der Pfarrkirche befindet sich die Beinhauskapelle. Sie wurde anlässlich der letzten Gesamtrenovation der Pfarrkirche gebaut.

Das alte Beinhaus war in den er Jahren abgebrochen worden. Als Standort wählte man eine Weide rund Dreiviertelstunden hinter dem Dorf.

Erneuerungsarbeiten und Schutzbauten waren erforderlich. Jakobs-Kapelle hangaufwärts zu errichten. Sie wurde eingesegnet.

In den letzten Jahren hat sich die Kapelle zu einer regelrechten Hochzeitskapelle entwickelt. Hier wird aber auch weiterhin in der Sommerzeit für die Älpler und ihre Familien regelmässig Gottesdienst gefeiert.

Deschwanden wurde geboren. Die Begegnung war für Melchior Paul Deschwandens kirchlich-religiöses Sendungsbewusstsein entscheidend.

Fortan widmete er sein Leben und seine Arbeit der religiösen Kunst. Nach der Rückkehr in die Schweiz erhielt er zahlreiche Aufträge, Altarbilder zu schaffen.

Bald zählte er zu den begehrtesten Künstlern für Sakralmalerei. Handwerklich brillant schuf er einfache Bildkompositionen mit ausdrucksstarken Figuren in erbaulichem Stil.

Während rund vierzig Jahren prägte er die gesamte kirchliche Kunst in der Schweiz. Seine Bilder erfreuten sich grosser Popularität und gelangten als lithografierte Heiligenbildchen massenweise unters Volk.

Melchior Paul Deschwanden starb Seine Kunst wird heute vielfach als zu süss und zu fromm empfunden. Ziel war, auf Gitschenen, das sich seit den Sechzigerjahren immer mehr zu einem kleinen Ferienparadies entwickelt hatte, einen besonderen Ort des Betens und der Besinnung zu errichten.

Dieses Ansinnen ist vollends geglückt, stellt doch die Betrufkapelle Gitschenen in verschiedenster Hinsicht etwas Besonderes dar. Allein schon die Lage ist ausserordentlich.

Die Kapelle fügt sich harmonisch in die Bergwelt ein. Von überall her wirkt sie als Fixpunkt. Das Motiv des Gebirges nimmt auch die Architektur auf.

Die kunstvoll geschriebenen Texte auf den Aussenwänden weisen auf den Betruf hin — ein seit uralten Zeiten gepflegtes Abendgebet auf den Alpen.

Das zentrale Sinnbild des Alpsegens, der Goldene Ring, begegnet uns schon hier. Er findet sich auch wieder auf zwei Bildern auf der hinteren Innenwand.

Wer die Kapelle betritt, gerät gleich in ihren Bann. Der Blick wird durch die zusammenlaufenden Wände nach vorn und nach oben gelenkt.

Vier Fenster in vier verschiedenen Grundfarben brechen das Licht. Die zwei grossen erinnern an die Bitten des Vaterunsers.

Glaube und Liebe sind die Botschaften der hinteren Fenster. An den Seitenwänden sind — anstelle von Bildern — 18 Steine mit kurzen Denkanstössen angebracht.

Oktober zu Ehren des Heiligen Kreuzes eingesegnet. Zu Beginn des Jahrhunderts wurde die Kirche verschönert. Doch immer mehr geriet das Gotteshaus in einen bedenklichen Zustand.

Bereits zwei Jahre später machte man sich an den Neubau einer Kirche. Dieses Datum ist über der inneren Kirchentür eingemeisselt.

Und schon ein Jahr später, am August , wurde das neue Gotteshaus feierlich eingeweiht. Architekt der im neugotischen Stil errichteten Kirche war Josef Spalt.

Er stammte aus dem liechtensteinischen Ruggell und war in Uri bekannt als Erbauer der Filialkirche in Meien und der Pfarrkirche Erstfeld.

Die Gesamtkosten beliefen sich auf 55 Franken. Das Geld wurde zum allergrössten Teil durch auswärtige Spenden aufgebracht. Bereits nach 20 Jahren musste die Kirche einer Renovation unterzogen werden.

Der Boden hatte sich zum Teil gesenkt. Kapelle Herz Jesu Die Friedhofskapelle wurde eingeweiht. Sie ist dem göttlichen Herzen Jesu geweiht, das immer am ersten Freitag eines Monats besonders verehrt wird.

Es ist eine Privatkapelle im spätgotischen Stil und war ein Wegzeichen über den Pass. Nach alter Überlieferung soll in der Kapelle ein Muttergottesbild hoch verehrt worden sein.

Noch heute erinnern Votivtafeln an die Gebetserhörungen. Die Barockkapelle besitzt ein seitlich geschlossenes Vordach und zierliche Fenster an den Fassaden.

Dabei wurden das Bogengewände aus der Sakristei und das Sakramentenhäuschen aus der infolge der Strassensanierung abgebrochenen Dorfkapelle eingemauert.

Sie war zunächst in Privatbesitz und wurde erst eine kirchliche Stiftung. Nach alter Überlieferung soll Schattdorf mitsamt der Kirche durch einen Bergsturz vollkommen zerstört worden sein.

Grabungen haben tatsächlich eine gewaltige Übersaarung zu Tage gebracht. Jahrhundert besass Schattdorf eine im gotischen Stil erbaute Kapelle.

Sie wird urkundlich erwähnt. Jahrhundert trennte sich die Gemeinde kirchenrechtlich von Bürglen und wurde eine selbstständige Pfarrei.

Er war ein inniger Marienverehrer und konnte die Schattdorfer begeistern, an Stelle des baufälligen und viel zu kleinen Kirchleins ein neues Gotteshaus zu bauen.

Zielstrebig ging man ans Werk. Nach einigem Hin und Her entschied man sich für einen neuen Bauplatz unterhalb des Waldrands.

Und bereits fand die feierliche Einweihung statt. Durch die Auflegung eines aus dem Jahrhundert stammenden Messgewands erbitten die Gläubigen die Fürbitte der Muttergottes.

Das Gnadenbild, der Messacher und die zahlreichen Votivtafeln erinnern daran, dass die Pfarrkirche Schattdorf auch seit alters her ein beliebter Marienwallfahrtsort ist.

Wer die Pfarrkirche betritt, ist überrascht vom hellen Licht des Raums, den kunstvoll aufgebauten Altären und den prächtigen Deckengemälden mit den feinen Stuckaturen von Johann Josef Moosbrugger.

Die Deckenbilder stammen von Josef Anton Messmer. Der rechte Seitenaltar ist dem heiligen Josef, der linke der Muttergottes geweiht. Mit der Innenausstattung der Schattdorfer Pfarrkirche erreichte der Barock in Uri seinen letzten eindrücklichen Höhepunkt.

Friedhofkapelle erfolgte die feierliche Einweihung eines ersten urkundlich erwähnten Beinhauses. Die heutige Kapelle wurde um erbaut. Der spätgotische Türsturz stammt aus der alten Pfarrkirche.

Der Deckenstuck stammt aus der Bauzeit. Der Altar mit einer spätgotischen Kreuzigungsgruppe wird Lukas Regli zugeschrieben, der in Schattdorf wohnte.

Bereits im frühen Jahrhundert sind für Schattdorf Einsiedler bezeugt, die im Wald gewohnt haben sollen.

Ob die Kapelle aus dieser Zeit stammt, ist fraglich. Doch schon bald führte der lehmige Gleithang wieder zu Rissen und Spalten, ja sogar zum Einsturz der Bruchsteinmauer des Vorplatzes.

Bis heute ist die Wallfahrtskapelle ein be-. Im späten Mittelalter zogen sich da und dort Männer und Frauen in Einsiedeleien zurück.

Der bekannteste ist sicher der heilige Niklaus von Flüe, der sich als Vater von zehn Kindern in der Ranftschlucht niederliess.

Hier führte er als Bruder Klaus ein gottesfürchtiges Leben, wobei er bald von vielen als Ratgeber aufgesucht wurde. Der schmucke Barockaltar der Schächenkapelle, wie die Kirche im Volksmund genannt wird, stammt aus der Bauzeit.

Das Altarbild wurde von Anton Bütler um geschaffen. Der Wandgemäldezyklus ist von Augustin Meinrad Bächtiger angebracht worden. In einer Art Krypta befindet sich die Bestattungsnische Crivellis.

Das in ihrer Form an eine norwegische Stabkirche erinnernde Gotteshaus wurde nach einer dreijährigen Bauzeit eingeweiht.

Es ist eine typische Alpkapelle und wurde zu Ehren der Muttergottes geweiht. Lazarus ist ein Wunderwerk des Hochbarock.

Die Kirche bietet mit ihrer eigenwillig gestalteten Kuppel und den beiden Glockentürmchen einen beinahe orientalisch anmutenden Anblick — ein durchaus gewollter Effekt, der auf die mittelalterliche Gründungslegende des Klosters anspielt.

Das Innere der Kirche steckt voller Überraschungen. Licht und Schatten, unerwartete Durchblicke und Raum bildende Überschneidungen verkörpern das Grundgefühl des Barocks und erfüllen das Ziel, den Himmel auf Erden — oder zumindest dessen Vorahnung — nachzubilden, auf das Vortrefflichste.

Für die Innenausstattung wurden die besten italienischen Stuckateure beigezogen. Sie erzielten mit ihrer phantasievollen und einfühlsamen Arbeit eine künstlerisch einzigartige Wirkung.

Zum schönsten Barockbau des Urnerlands wird die Kirche auch dank der Kuppel, die sich über dem Chor öffnet und den Blick unausweichlich in die Höhe zieht.

Mit der Klosterkirche in Seedorf erreichte die Barockarchitektur in Uri ihren künstlerischen Höhepunkt. Nachdem die Kirche in den Fünfzigerjahren des Jahrhunderts aussen restauriert worden war, ging man nach daran, auch das Innere nach und nach aufzufrischen.

Frauenkloster Das Kloster St. Lazarus wurde von Adolf von Brienz gegründet. Arnold von Brienz war ein glänzender Ritter und soll sich nach einer späteren Legende auf einer Fahrt ins Heilige Land heldenhaft im Kampf gegen die Muslime bewährt haben.

Von seiner prunkvollen Rüstung hat sich der Reiterschild erhalten. Er kann im Schweizerischen Landesmuseum in Zürich bewundert werden.

Das von ihm gegründete Kloster war ein Doppelkloster. Sowohl die Nonnen als auch die Mönche lebten nach der Regel des heiligen Augustinus und widmeten sich vor allem der Beherbergung und Betreuung von Durchreisenden, Kranken und Armen.

Das Männerkloster schloss im Die Schwestern wirkten weiter, bis sie ebenfalls ausstarben. Sie bauten in verschiedenen Bauetappen von bis die heutige Klosteranlage.

Das Kloster ist heute noch belebt, und bis vor kurzem führten die Schwestern eine eigene Schule für junge Urner Bäuerinnen. Sie muss bereits damals eine stattliche Grösse gehabt und auch den Gläubigen von Isenthal und Bauen als Dorfkirche gedient haben.

Jahrhundert dürfte der romanische Glockenturm errichtet worden sein. Um wurde die Kirche neu gestaltet. Die Mauern des Schiffs wurden erhöht, und die Kirche erhielt ein Holzgewölbe.

Gleichzeitig dürfte der Chor neu gebaut worden sein. Sie erhielt dadurch die im Wesentlichen bis heute gültige architektonische Form.

Aus dem späten Jahrhundert stammt das Fresko seitlich des Chorbogens: Es wird umrahmt von je sechs Medaillons, die Stationen aus dem Leben der beiden Heiligen verbildlichen.

Die fein verzierte Kanzel und der Taufstein stammen aus der Zeit des Rokoko um Die Romanik hat in Uri wenige Spuren hinterlassen.

Eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass in den benachbarten Kantonen Tessin, Wallis und Graubünden zahlreiche Bauten des Früh- und Hochmittelalters erhalten geblieben sind.

Überlebt hat die romanische Architektur in Uri vor allem in den Kirchtürmen. Auch wenn in späteren Jahrhunderten die Kirchtürme umgebaut wurden, so blieben doch da und dort die Unterbauten mit den Mauervertiefungen und den Rundbogenfriesen erhalten.

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Später fanden die Mönche geistliche Aufnahme in Attinghausen. Bis führten die Mariannhiller ein Internat. Heute leben nur noch wenige Ordensleute in Altdorf.

Sie sind als Aushilfspriester in der Seelsorge tätig. Nach dem Ersten Weltkrieg wollte der Missionsorden in der Schweiz eine grössere Niederlassung errichten.

Nachdem verschiedene Standorte geprüft worden waren, entschied sich die Ordensleitung für Altdorf.

Man wollte eine Schule errichten, um Nachwuchs für die Mission heranzubilden. Der Plan liess sich aber erst verwirklichen. Die Leitung wurde nach langen Verhandlungen mit mehreren Ordensgemeinschaften dem Benediktinerkloster Mariastein im Kanton Solothurn übergeben.

Damit ging eine jährige Schultradition zu Ende. Die Studentenkapelle wurde an die Rückseite des bestehenden Gebäudes angebaut.

Seit den umfassenden Um- und Anbauten der kantonalen Mittelschule am Ende des Jahrhunderts wird die Kapelle auch für kulturelle Zwecke benutzt.

Sie ist heute nicht mehr öffentlich zugänglich. Aufgrund der harmonischen Ausstattung mit dem Hauptaltar, dem Marienaltar links und dem Benediktaltar rechts, verdient die Kirche Beachtung.

Suworow-Kapelle Direkt neben dem stattlichen und prächtigsten Bürgerhaus Altdorfs, dem so genannten Suworow-Haus, an der Hellgasse befindet sich die reizvolle Kapelle.

Sie dürfte um von der Familie Jauch erbaut worden sein. Der Grundriss bildet ein leicht unregelmässiges Sechseck.

Weil die Eingangsseite schwach ausgebogen und die Altarseite apsishaft gerundet sind, entwickelt sich der Bau zu einem Längsoval — eine Bauform, die für Privatkapellen in Uri und der Innerschweiz sonst nicht bekannt ist.

Die verspielte Kapelle war bis vor kurzem von einem exotischen Mammutbaum versteckt. Seit der Baum aus Altersgründen entfernt ist, bildet die Kapelle zusammen mit dem Bürgerhaus und dem Garten eine harmonische Einheit.

Das Kleinod wurde aussen renoviert. Die einstigen Inneneinrichtungen wurden im Laufe der Jahrhunderte entweder ins Herrenhaus gebracht oder nach auswärts verkauft.

Die Kapelle steht im Garten des so genannten Suworow-Hauses. Das mächtige spätgotische Bürgerhaus mit Treppengiebeln wurde um von der in fremden Kriegsdiensten reich gewordenen Familie Jauch erbaut.

Die Aufnahme der Kapelle wurde noch vor der Renovation gemacht. Auf die Sonnenterrasse mit einer herrlichen Aussicht über den Urnersee und die Urner Bergwelt führt eine Luftseilbahn.

Die Talstation befindet sich zwischen Altdorf und Flüelen. Die Kapelle, die der heiligen Muttergottes geweiht ist, wurde im Dezember eingeweiht.

Die Pläne stammen von Josef Utiger. Das Innere birgt eine holzgeschnitzte Muttergottesstatue mit dem Jesuskind und den Bauernpatronen Antonius und Wendelin.

In den Sommermonaten werden hier regelmässig an den Sonn- und Festtagen Gottesdienste gefeiert, die von den Älplern und Feriengästen gerne besucht werden.

Doch es ging über fünfzig Jahre, bis Amsteg eine neue Kirche erhielt. Sein spätbarocker Stil ist stark von den berühmten Kirchenbaumeistern der Singer und Purtscher Schule geprägt.

Das Gemälde zeigt die Kreuzigung Christi. So wie der Hochaltar heben sich auch die Seitenaltäre sowie die Kanzel und der Taufstein im schwärzlichen Schliffmarmor klar vom hellen Kirchenraum ab.

Betritt man die Kirche, wird man vom hellen Innern überrascht. Den Hochaltar mit den seitlichen Durchgängen umrahmen die Apostelfürsten Petrus.

Silenen, die lang gezogene Streusiedlung, bildet mit rund Einwohnerinnen und Einwohnern die grösste Siedlung.

Dann folgt Bristen mit gut und Amsteg mit Einwohnerinnen und Einwohnern. Sie ist flächenmässig mit Abstand die grösste Urner Gemeinde. Auch wenn die drei Fraktionen politisch eine Gemeinde bilden, haben die Dörfer bis heute ihren eigenständigen Charakter bewahrt.

Jedes Dorf führt eine eigene Primarschule. Auch das Vereinsleben wird in den einzelnen Dörfern gross geschrieben.

Die Pfarrei reichte von Silenen bis nach Göschenen. Er hat in Uri vor allem in kleineren Kirchen und Kapellen Meisterwerke hinterlassen.

Das Altargemälde stellt die Muttergottes mit dem Jesuskind dar. Der Chor wird vom Schiff durch ein kräftiges Steckgitter getrennt.

Das Eisen stammt von den Windgällen im Maderanertal, wo vom Jahrhundert in mühsamer Arbeit Erz abgebaut wurde. Eligius ist der Patron der Schmiede und Fuhrleute — und somit auch der Säumer.

Hier führte in früheren Jahrhunderten der Saumpfad über den Gotthard durch. Sie wurde von Regierungsrat Franz Loretz erbaut. Die schlichte Kapelle ist geschlossen und kann nicht besichtigt werden.

Im gewölbten Innenraum steht ein spätbarockes Altarretabel, das aus der alten Kapelle in Intschi stammt. Franz Loretz wurde in Silenen geboren.

Zwischen und wurde das Werk zum grössten Teil erneuert und ausgebaut. Es produziert heute im Jahresdurchschnitt rund Millionen Kilowattstunden Bahnstrom.

Einmal mehr begegnen wir in Uri einer Kapelle, die auf eine private Stiftung zurückgeht. Franz Loretz war eine einflussreiche Persönlichkeit.

Er war begütert und gehörte von bis der Urner Regierung als Baudirektor an. Ein Jahr später wurde zu seinem Gedenken die Kapelle erbaut.

Nun erhielt die Kirche die heutige Grösse, die seither — abgesehen von Renovationen — keine wesentlichen Veränderungen mehr erlebte.

Wer das Innere der Kirche betritt, ist nicht nur über den weiten festlichen Raum, sondern auch über die reiche barocke Ausstattung überrascht. Von besonderer Pracht ist der dreistufige Hochaltar aus dem Jahr Er zählt zu den besten Werken der Oberwalliser.

Bildhauer Johann und Jodok Ritz. Einzigartig im nördlichen Alpengebiet ist die an der Westwand angebrachte illusionistische, die barocke Orgel optisch erweiternde Architekturmalerei.

Der Taufstein trägt die Jahreszahl und stand früher in der Kolumbanskirche. Sie alle wurden angebracht. Die beiden Schädel wurden während der Reformation auf abenteuerliche Art und Weise nach Andermatt gebracht und so vor der Zerstörung gerettet.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der Schädel von Felix einem jüngeren Mann gehörte, der um das Jahr gelebt hatte.

Der Kopf von Regula besteht aus einem geschnitzten Lindenkopf und Schädelbruchstücken zweier Häupter aus römischer Zeit. Sie wurde geweiht.

Aus der gleichen Zeit stammen auch die beiden Statuen der Muttergottes und des heiligen Johannes. Kolumbanskirche Am nördlichen Dorfausgang steht die alte katholische Talkirche St.

Hier befand sich die ursprüngliche Siedlung. Der Turm und das Kirchenschiff stammen aus dem Der Chor wurde eingeweiht und zeugt von der spätgotischen Blütezeit des Hochtals am Gotthard.

Besonders sehenswert sind im Innern das gotische Sakramentenhäuschen und der steinerne Ambo aus dem Ende des Seine Grundmauern reichen bis ins Nach einem schweren Winter brachte der damalige Pfarrer ein Madonnabild an einer Tanne an.

Schnell fasste die Bevölkerung Vertrauen zu diesem Bild. Vier Jahre später wurde eine kleine Kapelle gebaut. Um den zunehmenden Pilgerstrom aufnehmen zu können, wurde eine grössere Kapelle gebaut.

Wendelin Die kleine unscheinbare Kapelle aus dem Spätmittelalter steht an der alten Wegscheide, wo sich die Saumpfade auf die Oberalp und in die Unteralp trennten.

Hier wurden jeweils die Bischöfe von Chur und andere hohe Persönlichkeiten, nachdem sie die Oberalp überschritten hatten, mit einem Willkommtrunk begrüsst.

Nachem die Kapelle lange nicht mehr für kirchliche Zwecke genutzt wurde, erhielt sie nach einer umfassenden Renovation wiederum die kirchliche Weihe.

Sie ist dem in Bauernkreisen hochverehrten heiligen Wendelin geweiht. Andreas, der Burgruine der Freiherren von Attinghausen und dem Schweinsberg.

Sie alle stammen aus dem Mittelalter und sind Zeugen der bewegten Zeit zwischen dem Die ältesten Fundamente der heutigen Pfarrkirche reichen bis ins Kurz nach wurde der romanische Turm mit den rundbogigen Blendarkaden und Schallarkaden errichtet.

In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts wurde die Kirche vergrössert — der beste Beweis dafür, dass die Gemeinde immer grösser wurde und an Bedeutung gewann.

Caspar Moosbrugger wurde in Voralberg geboren. Schon bald erhielt er bedeutende architektonische Aufträge, die ihn zum bedeutendsten Schweizer Barockarchitekten machten.

Mit der Klosterkirche Einsiedeln schuf er eines der bedeutendsten Werke des Barock. Er starb in Einsiedeln. Jahrhundert wurde die Kirche erneut vergrössert und im gotischen Stil renoviert.

Sie wurde vergrössert, erhielt eine Oberkirche mit Orgel, und die gotische flache Decke wurde durch ein Tonnengewölbe ersetzt.

Die alten Bilder wurden übermalt oder gar gänzlich zerstört. Doch bereits fiel die Kirche einer Brandkatastrophe zum Opfer. Schnell machte man sich an den Neubau nach den Plänen von Jakob Signer, und schon konnte die Kirche bezogen werden.

In den folgenden Jahrhunderten wurde die Kirche zwei Gesamtrenovationen unterzogen: Unmittelbar daneben fliesst der wilde Kummetbach — ein Gewässer, das immer wieder über die Ufer tritt.

Die Kapelle ist einem hierzulande kaum bekannten Heiligen geweiht. Später wurde er in verschiedenen Anliegen angerufen. In unseren Gegenden gilt er vor allem als Fürbitter bei drohenden Gefahren wie Hochwasser und Überschwemmungen, bei Seuchen und Trockenheit.

Gut möglich, dass die Kapelle ein Bildstöckchen ersetzte. Die heutige Kapelle wurde im frühen Jahrhundert erbaut und eingeweiht. Die Felderdecke im Innern ist reich mit unterschiedlichsten pflanzlichen Ziermotiven bemalt.

Bemerkenswert ist auch der Altar mit dem Bild des heiligen Onophrio. Die Kapelle ist dem Bauernheiligen Wendelin geweiht.

Die Alp Waldnacht ist einige der wenigen Urner Eigenalpen. Sie wird seit dem Mittelalter bestossen. Sie ist dem heiligen Wendelin geweiht, der auch im Alpsegen als Schutzpatron der Älpler und Bauern angerufen wird.

Der barocke Altar aus dem Jahr stand ursprünglich im Seelisberger Beinhaus. Flankiert wird der Altar von den Bauernheiligen Antonius und Wendelin.

Anfänglich wurde sie von einer eigens errichteten Stiftung unterhalten. Heute untersteht sie der Kirchgemeinde Attinghausen. Kapellen im Privatbesitz Der Unterhalt der Kirchen und Kapellen obliegt heute fast ausschliesslich den Kirchgemeinden.

Es gibt nur noch wenige Gotteshäuser, die im privaten Besitz sind. Dies war im Mittelalter anders: Der Bau vieler Kirchen und Klöster ging auf private Initiative zurück.

Die so genannten Eigenkirchen oder Eigenklöster brachten Verdienst und Einfluss. Und auch für das Seelenheil war für den Stifter gesorgt. Ganz anders waren die Motive, die bis vor wenigen Jahrzehnten Älpler und Feriengäste dazu bewegt haben, in der Bergwelt Kapellen zu bauen.

Sie wollten ihren religiösen Pflichten auch in den Sommer- und Ferienmonaten nachkommen. Bis heute werden in diesen Kapellen an Sonn- und Feiertagen heilige Messen gelesen.

Sie wurde von Architekt Felix Arnold, Altdorf, entworfen. Sie ist eine typische Bergkapelle, wie wir sie recht häufig auf den Urner Alpen antreffen.

Sie besitzt keine Türe und ist nach aussen offen. Ein Gitter schützt den Altarraum. Im Sommer finden hier regelmässig Gottesdienste statt.

Dies war bereits vor dem Bau der Kapelle der Fall. Der Altar befand sich in einem grossen Schrank, der für die Messe geöffnet und geschmückt wurde.

Der Ort, wo die Kapelle steht, hat etwas Mystisches an sich. Inmitten wuchtiger Tannen lädt die kleine Kapelle zur stillen Einkehr und zum Gebet ein.

Er sammelt das Wasser des Leutschach- und Intschialpbachs. Zeugen tiefster Volksfrömmigkeit Wer in Uri abseits der Autobahn und des Talbodens Erholung und Stille sucht, findet zahlreiche Gegenden, die nicht nur landschaftlich einmalig, sondern auch weitgehend noch unberührt sind.

Sehr oft stösst er dabei auf Bildstöcklein, Weg- und Gipfelkreuze oder kleine Kapellen. Sie luden nicht nur ehrfurchtsvoll zum Gebet und zur stillen Einkehr ein.

Die Kapelle zu Ehren der heiligen Muttergottes befindet sich auf Arni in einer Waldlichtung, etwas oberhalb des Wanderwegs nach Gurtnellen. Die Wegkapelle wurde in Fronarbeit erstellt.

Nach der vor einigen Jahren erfolgten Renovation wurden stirnseitig Malereien aufgetragen. Sie zeigen zwei betende Engel. Bemerkenswert sind zudem die rot bemalten und laubgesägelten Trauf- und Ortverkleidungen.

Wir heutige Menschen haben diesen vertrauenden Glauben grösstenteils verloren. Für uns sind die kleinen Kapellen, Bildstöcklein und Kreuze meist nur noch Zeugen einer längst vergangenen Zeit.

Wir vergessen dabei nur allzu gern, dass sie unseren Vorfahren weit mehr waren: Idda Bereits wird in Bauen eine Kapelle genannt.

Nach alter Überlieferung soll sie neben Maria auch der heiligen Idda geweiht gewesen sein. Urkundlich belegt ist das Idda-Patrozinium Ungewöhnlich für diese Zeit, dass bis in das späte Jahrhundert der Kult der noch nicht heiliggesprochenen Idda fast ausschliesslich auf Fischingen im Kanton Thurgau beschränkt blieb.

Die heilige Idda lebte im Nach dem Tod ihres Gatten zog sie sich zurück aus der Welt in die Nähe des Klosters Fischingen, wo sie bis zu ihrem Tod ein gottesfürchtiges Leben als Einsiedlerin führte.

Eine Besonderheit des Kirchenbezirks bildet das so genannte Plauderdächlein. Der kleine Durchgang mit je einer Sitzbank auf beiden Seiten diente früher als Treffpunkt der Einheimischen vor und nach der heiligen Messe.

Hier wurden die Neuigkeiten ausgetauscht und über Gott und die Welt geplaudert. Bis gehörte Bauen kirchenrechtlich zu Seedorf.

Nach der Erlangung der kirchlichen Selbstständigkeit wollte man das auch mit einer neuen Kirche zeigen. Zunächst wurde ein eigener Friedhof angelegt.

Dann ging man an die Errichtung der Kirche, die in Etappen von bis dauerte. Die Kirche präsentiert sich in schlichtem Spätbarock, der von frühklassizistischen Formen beeinflusst ist.

Und es dürften nicht viele sein, die den Komponisten kennen. Es ist Pater Alberik Zwyssig. Er wurde am November in Bauen geboren.

Nach der Aufhebung des Klosters mussten die Mönche den Kt. Es folgten Jahre der Wanderschaft. Pater Alberik Zwyssig schuf zahlreiche geistliche und weltliche Kompositionen.

Sein berühmtestes Werk ist zweifellos der Schweizerpsalm. Unmittelbar dahinter befindet sich das so genannte Zwyssighaus, wo Alberik Zwyssig auf die Welt kam und seine Jugendjahre verbrachte.

Forschungen haben ergeben, dass das Altarbild wohl ursprünglich für die St. Nachdem dort die Altarkonzeption geändert worden war, hatte man für das Bild keine Verwendung mehr.

Johann Michael Feichtmayer malte das Gemälde. Es stellt die heilige Idda dar, wie sie auf ihrem Kirchgang dem Hirschen mit dem Licht tragenden Geweih begegnet.

Am Ende des Jahrhunderts machte man sich in Bristen immer mehr Gedanken über den Bau einer neuen, grösseren Kirche.

Im Mai war es endlich so weit: Die Kirchgemeinde unterstützte einstimmig den Antrag des Kirchenrats, Mittel und Wege für einen Kirchenneubau zu finden.

Der erste Kostenvoranschlag betrug nicht ganz Franken — eine Summe, die den Bristnern zu hoch erschien. Schliesslich einigte man sich auf einen Betrag von Franken.

Bereits war die Kirche bezugsbereit, und zwei Jahre später erfolgte die eigentliche Weihe. Jahrhunderts zu den erfolgreichsten Schweizer Architekten.

Er plante, baute und renovierte rund hundert Kirchen, Dutzende von Schulhäusern, Bankgebäuden und Villen. Und dennoch ist er heute weitgehend vergessen.

Die Zeit hat ihn überholt und fast in Vergessenheit geraten lassen. Viele seiner Kirchen wurden umgestaltet, verstümmelt und purifiziert.

Bis ins späte Jahrhundert galt der Barock als überholte Stilrichtung. Beliebt waren die Antike und das Mittelalter.

Kurz vor der Jahrhundertwende wurde der Barock immer mehr hoffähig. Grosses Vorbild wurde dabei die Beuroner Kunst — ein im Kloster Beuron entwickelter Stil, der sich bewusst von den süsslichen Schöpfungen des Kunstgeschmacks des Adolf Gaudy hinterliess auch in Uri seine Spuren.

Josef sowie für die Kapelle auf dem Klausenpass. Von hier aus weitet sich der Blick in die grossartige Berglandschaft.

Leider präsentiert sich das heutige Innere der Kapelle äusserst karg. Die einstige reiche Ausstattung wurde bereits im Eingeweiht wurde sie allerdings erst im Juli Da es sich anfänglich vorwiegend um englische Gäste handelte, die in dem für damalige Verhältnisse grosszügig ausgebauten Hotelkomplex auf der Balmenegg ihre Sommerferien verbrachten, wurden bis zum Ersten Weltkrieg in diesem reizvoll ausgestatteten Kleinod auch anglikanische Gottesdienste gefeiert.

Die Kapelle wurde im Laufe der Jahre mehrmals renoviert, zum letzten Mal Dabei wurde die Eternitschieferbedachung durch originalgetreue Lärchenschindeln ersetzt.

Im Innern wurden der Hochaltar mit dem Altarbild sowie der Seitenaltar restauriert und ein neuer Zelebrieraltar angeschafft.

Sie unterstützt Umweltprojekte im Maderanertal und in den umliegenden Tälern. Sie wurde erbaut. Hier finden in den Sommermonaten fast jeden Sonntag Gottesdienste statt, die von den Feriengästen und den Älplern gerne besucht werden — nicht zuletzt deshalb, weil man dann wieder einmal Verwandte und Bekannte trifft.

Josef, Frentschenberg Frentschenberg liegt am nördlichen Hang oberhalb von Bristen. Hier ging früher der steile Weg von Bristen nach Amsteg vorbei.

Im Giebel der Vorfront ist die Jahrzahl zu lesen. Das Innere birgt ein schmuckes Altärchen im Renaissancestil. König Ludwig der Deutsche schenkte die Kapelle in Bürglen samt allem, was dazu gehörte, dem Priester Berold als lebenslängliche Pfründe.

Aus dieser Zeit stammt die noch heute bestehende Krypta. Das zweite Gotteshaus wurde im Jahrhundert im romanischen Stil errichtet.

Ein Zeuge dieser Epoche ist der Glockenturm. Jahrhundert wurde im gotischen Stil die dritte Kirche erbaut.

Davon erhalten geblieben ist die Sakristei. Er erhebt sich majestätisch auf der Nordseite zwischen Schiff und Chor.

Er stammt aus dem Mittelalter. Auffallend sind auf der Dorfseite die alten Fresken, die intarsienartig vom neuen Verputz umgeben sind: Wer die Kirche betritt, wird von der lichtvollen Weite und der Pracht der Ausstattung überrascht.

Die frühbarocken Stuckaturen stammen aus der Bauzeit. Der Blick wendet sich unweigerlich zum Chor mit der Kuppel und dem mächtigen Hochaltar.

Links und rechts sind die Kirchenheiligen Petrus und Paulus platziert. In der Mitte befindet sich die blaugrundierte Nische mit der Reliquie des heiligen Maximus.

Die Deckengemälde wurden um geschaffen. Der unmittelbar neben der Kirche gelegene Friedhof besitzt zwei kleine Kapellen, die von Johann Jacob Scolar erbaut wurden.

Das Beinhaus birgt einen spätgotischen Flügelaltar, die Ölbergkapelle eine spätgotische Ölberggruppe. Tellskapelle Unterhalb der Pfarrkirche, am alten Fussweg nach Altdorf, befindet sich die Tellskapelle.

Wilhelm Tell wurde bekanntlich nie heiliggesprochen. Bei der Renovation der lieblichen Kapelle im Jahr wurden die Fresken entdeckt.

Sie stammen sehr wahrscheinlich von Heinrich Gessner — einem Maler, der ursprünglich aus Einsiedeln stammte und in Bürglen verstarb. Darunter sind Wilhelm Tell und Bruder Klaus zu erkennen.

Im Innern wird die Geschichte Wilhelm Tells erzählt. Die Bilder zählen zum ältesten erhaltenen Zyklus über Wilhelm Tell.

Neben der Kapelle erinnern der malerische Dorfbrunnen mit der von Josef Benedikt Curiger geschaffenen Tellstatue und dem im alten Meierturm untergebrachten Tellmuseum daran, dass Wilhelm Tell in Bürglen seinen Wohnsitz hatte und hier angeblich bei der Rettung eines Kindes im wilden Schächen ertrank.

Sie wurde im Jahrhundert errichtet und dem bis heute in katholischen Kreisen sehr beliebten Volksheiligen aus Padua geweiht. Er ist auf dem Altarbild zusammen mit dem Jesuskind dargestellt.

Der heilige Antonius wird vor allem dann angerufen, wenn man etwas verloren hat. Dafür entrichtet man ihm einen Obolus, der wiederum den Notleidenden zugute kommt.

Die Spiss-Kapelle wurde erbaut. Sie geht auf ein Gelübde von zwei Soldaten zurück, die unversehrt aus französischen Kriegsdiensten nach Hause kehrten.

Sie wurde restauriert und mit einem Flügelaltärchen versehen, das einst im Riedertal stand. Sie wurde eingeweiht. Es zeigt, wie der auferstandene Jesus die Toten zu neuem Leben ruft.

Hans Schilter lebte von bis als frei schaffender Künstler in Goldau. Er zählt zu den bedeutendsten Malern der Innerschweiz. Bekannt wurde er mit seinen Wandbildern und Scheibenzyklen.

Loretokapelle Am Pilgerweg ins Riedertal steht die Loretokapelle. Die Kapelle ist zweigeteilt. In der unteren Kapelle wird eine Muttergottesfigur aus dem.

Hierher pilgerten früher die Urnerinnen und Urner, wenn sie unter Hautausschlägen, unreinem Blut, Ausschlägen oder Furunkeln und ähnlichen Krankheiten litten.

Über der westlichen Tür befindet sich eine ausdrucksstarke Kreuzigungsgruppe. Aus spätgotischer Zeit stammt die schwarze Madonna. Über dem Holzgitter stellen prachtvolle Barockstatuen die Verkündigungsszene dar.

Die Kapelle wurde stilgerecht restauriert. Für Gehbehinderte ist eine Zufahrt möglich. Die Kapelle zur schmerzhaften Mutter steht einsam am Waldrand.

Ihr Äusseres ist einfach und wirkt behäbig. Ihr Bau stammt in der heutigen Form aus dem Jahr Bis wurde das Gotteshaus mehrmals vergrössert.

Umso erstaunter ist man, wenn man die Kapelle betritt. Über und über sind die Decke und Wände des Kirchenschiffs mit Malerein aus der Renaissancezeit bedeckt.

Der Chor ist der schönste noch vollständig erhaltene gotische Innenraum Uris. Er besitzt ein prachtvolles Rippengewölbe — ein Meisterwerk mittelalterlicher Steinmetzkunst.

Mittelpunkt des Chorraums ist das in seiner Schlichtheit ergreifende Gnadenbild der schmerzhaften Mutter. In strenger Würde sitzt die Gottesmutter da, hoch aufgerichtet.

Auf ihrem Schoss hält sie liebevoll den Leichnam ihres Sohnes, der so klein dargestellt wird, als wäre er noch ein Kind. Die Seitenaltäre stammen aus der Zeit kurz nach Das Chorgitter wurde um geschmiedet.

Die Wände zieren zahlreiche Votivtafeln, die teils bis ins Es wird überspannt von einem weiten Tonnengewölbe, auf dem sich ein einziges gewaltiges Gemälde befindet — eine Darstellung des Himmels mit Engeln und Heiligen, die um ein mächtiges Kreuz gruppiert sind.

Auf der Rückwand ist das jüngste Gericht dargestellt. Die Seitenwände zeigen Szenen aus der Leidensgeschichte Jesu. In den Stichkappengewölben finden wir Darstellungen der törichten und klugen Jungfrauen und links und rechts des Chorbogens Mariä Verkündigung.

Es ist der heiligen Apollonia geweiht, die als Patronin gegen das Zahnweh verehrt wird. Die Kapelle birgt ein Muttergottesbild aus der Renaissancezeit.

Hier wurde in Fronarbeit eine stattliche Bergkapelle errichtet und dem heiligen Bruder Klaus geweiht. Sie ist vom Bisistal über eine raue Bergstrasse oder vom Chinzig Chulm in zweieinhalb Stunden erreichbar.

Die Berkapelle Maria Heimsuchung wurde eingeweiht. Die mit einer reichen Ornamentik versehenen Schmuckstücke sind heute im Landesmuseum in Zürich zu bewundern.

Fachleute bezeichnen die Ringe als bedeutendsten Fund aus der Keltenzeit, der je in der Schweiz gemacht worden ist. Anfänglich meinte man, ein von Räubern verfolgter Händler hätte den Goldschmuck in aller Eile im Boden vergraben.

Heute geht man davon aus, dass die wertvollen Goldringe eine Opfergabe an eine keltische Gottheit gewesen sein müsse. Jahrhundert wurde die alemannische Schweiz nach und nach christianisiert.

Doch bis tief ins Mittelalter, ja bis in die Neuzeit hinein wurde das Denken und Fühlen der Urnerinnen und Urner von uralten magischen Vorstellungen bestimmt.

Die Kirche wird erstmals erwähnt. In den darauf folgenden Jahrhunderten erlebte die Kirche mehrere Ausbauten, Erneuerungen und Überarbeitungen.

Im Jahr wurde die Pfarrkirche abgebrochen. Dafür verantwortlich zeichnete der Schwyzer Architekt Josef Steiner.

Er verlängerte das Kirchenschiff, baute einen neuen Chor, und auch der Turm wurde völlig neu errichtet. Sehr wertvoll ist auch das grosse Kruzifix an der rechten Seitenwand aus dem Jagdmattkapelle Nach der Legende soll ein heidnischer Jäger einen stattlichen Hirsch durch unbewohnte Einöden verfolgt haben.

Plötzlich wandte sich das Tier dem Jäger zu. Da erblickte dieser im Hirschgeweih ein Tuch mit dem Antlitz Christi. Sogleich bekehrte sich der Jäger zum Christentum und errichtete an dem Ort der wunderbaren Erscheinung eine Kapelle.

Die Gründungslegende ist auf dem Frontbild im Vorzeichen dargestellt. Erstmals erwähnt wird die Jagdmattkapelle Schon früh erhielt sie den Rang einer Landeswallfahrtskapelle.

April, dem Markustag, pilgerten Behörde und Volk von Uri zur Jagdmattkapelle, wo nach der kirchlichen Feier auch eine Bezirksgemeinde abgehalten wurde.

Hier wurden die Traktanden vorberaten, die dann eine Woche später an der Landsgemeinde endgültig verabschiedet wurden. Auf dem Vorplatz wurde am April auch beschlossen, den Kampf mit den Franzosen aufzunehmen, der mit einer blutigen Niederlage der Urner endete.

Die Kapelle zählt zu den bedeutendsten Kirchen Uris. Hans Peter Kluser schuf den Hochaltar aus dem Jahr Hofstettenkapelle Auf einem durch Murgänge gebildeten Schuttfächer nördlich von Erstfeld steht die kleine Kapelle, die der schmerzreichen Muttergottes geweiht ist.

Sie wurde um gebaut und zog bald viele Gläubige an. In der Kapelle wurde auch die heilige Apollonia verehrt, die als Nothelferin gegen Zahnweh gilt.

Der Volksmund nannte die Kapelle deshalb bald auch liebevoll: Die kleine Kirche dürfte um erbaut worden sein. Sie war lange Zeit im Privatbesitz und ging um an die Pfarrei über.

Sie beherbergt im Innern zwei kostbare spätgotische Statuen von den beiden Heiligen Leonhard und Markus. Leonhard war Einsiedler und lebte im 6.

Er wurde als Patron der Säumer und Reisenden früher hoch verehrt. Vor einiger Zeit hat ihn der heilige Christophorus verdrängt, der als Schutzpatron der Autofahrerinnen und -fahrer gilt.

Das Äussere präsentiert sich als einfacher Kubus. Schlicht und einfach ist auch das Innere. Allein die Fenster sind es, die eine geradezu mystische Atmosphäre schaffen.

Die Glaubensgemeinschaft beruft sich auf das Urchristentum, auf die Zeit eben der Apostel. Sie ist darauf ausgerichtet, den Erlösungsplan Gottes zu verkünden und gläubige Menschen auf die verheissene Wiederkunft Christi vorzubereiten.

Die Neuapostolische Kirche ist klar gegliedert. Die Gemeinde Erstfeld gehört zum Bezirk Luzern. Heute bekennen sich weltweit rund 11 Millionen Menschen zum neuapostolischen Glauben.

Heute finden jeden Sonntag 9. Die architektonische Grundform der Kapelle weist auf die Gotik. Das erste Glöcklein stiftete das Kloster Engelberg — eine freundnachbarliche Geste, die nicht selbstverständlich ist, befanden sich doch Uri und das Kloster über Jahrhunderte im teilweise heftigen Streit wegen der Besitzverhältnisse der Alpen jenseits der Surenen.

Bauernheilige Die beiden Heiligen Antonius und Wendelin zählen zu den beliebtesten Heiligen der bäuerlichen Bevölkerung.

Noch heute wird der Betruf jeden Abend auf den Urner Alpen gesungen.

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